Neurosciences Center, in Newcastle  UK (2012)

Behinderung & Rehabilitation, 2012; 34 (17): 1473-1480

© 2012 Informa UK, Ltd.

ISSN 0963-8288 drucken / ISSN 1464-5165 online

DOI: 10.3109 / 09638288.2011.647231

 

Rückenschmerzen und Ischias aufgrund von Bandscheibenbeeinträchtigungen.

 

Bandscheibenvorfälle sind eine der Hauptursache für Krankenstandstage und hohen Gesundheitsausgaben. Operationen sind hierbei eine gut etablierte Option bei der Behandlung der Rückenprobleme.

 

Da es keine nennenswerten Indizien dafür gibt, dass ein strecken der Wirbelsäule (Inversetherpie) bei Bandscheibenvorfall oder Ischias hilfreich sein kann, wurde hierzu eine am Neurosciences Center, in Newcastle, UK eine prospektive kontrollierte Studie an Patienten durchgeführt, welche bereits für eine Bandscheibenoperation vorgesehen waren und bis zum Operationstermin entweder mit Inversionstherapie + Physiotherapie oder nur Physiotherapeutisch behandelt wurden.

Mit dieser Studie sollen die Auswirkungen der Inversionstherapie auf Patienten mit Bandscheibenprobleme untersucht werden. Die beiden Patientengruppen wurden nach einer Behandlungsdauer von 6 Wochen mit unterschiedlichsten Methoden untersucht und die Ergebnisse ausgewertet.

Zur Beurteilung der Ergebnisse wurden folgende Untersuchungsmetoden und Kriterien herangezogen:

  • Roland Morris Disability Questionnaire (RMDQ) Score, Kurzform 36 (SF 36),
  • Oswestry Disability Index (ODI),
  • Visual Analoge Schmerz Ergebnis (VAS),
  • Magnetresonanztomographie (MRT) und
  • Die Notwendigkeit einer Operation.

Die Vermeidung einer vorgesehenen Bandscheibenoperation wurde hierbei als ein

Behandlungserfolg für den Einsatz einer Inversionstherapie gewertet.

 

Ergebnisse: Sechsundzwanzig Patienten haben sich für die Studie gemeldet.

24 davon wurden nach dem Zufallsprinzip den einzelnen Gruppen zugeordnet.

[13 zur Inversion + Physiotherapie und 11 zur Physiotherapie allein (Kontrolle)].

Bei 10 Patienten (76,9%) in der Gruppe mit Inversionstherapie, haben sich die Beschwerden soweit gebessert, das die Operation vermieden werden konnte, während es bei der anderen Gruppe nur zwei Patienten (22,2%) waren.

 

Die Streichung der vorgeschlagenen Operation war eine klinische Entscheidung und wurde auf Grundlage der gleichen Untersuchungsmethoden wie RMDQ, SF 36, ODI, VAS oder MRT getroffen.

Fazit: Wechselnde Traktion mit einem entsprechenden Gerät führte zu einer deutlichen Verringerung der Rückenbeschwerden und somit zu einer Reduktion von Rückenoperationen.

Department of Mechanical Engineering Nagpur (2013)